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Haben wir eine Zukunft? Das hängt davon ab, was wir von ihr erwarten. Wenn es stimmt, dass die Zukunft immer im Heute beginnt, dann sieht es für uns schlecht aus.

Wenn ich an die vielen Nachrichten der vergangenen Jahre denke, dann habe ich nur eine allgemeine Erinnerung, einen Eindruck, der immer wieder bestätigt wurde: Die Nachrichten sind über mich hereingebrochen wie ein donnernder Wasserfall. Eine Unglücksmeldung jagte die nächste. Es schien sich alles zu überschlagen und man kam gar nicht dazu etwas zu verarbeiten, dann war schon die neue schreckliche Nachricht da.

Kriege (ich glaube, dass dies nicht mehr das richtige Wort ist), Naturkatastrophen, Umweltzerstörungen, kleine Weltuntergänge, Ungeheuerlichkeiten, Bedrohungen, perspektivlose und gewissenlose Politik, Entsetzen und Grauen: Das geschieht täglich und wird zu unserem Alltag. Und dann die allgemeine Lage: Jeder verliert jeden, jeder scheint gegen jeden zu sein. Ist das schon der Untergang oder erst seine Ouvertüre?

Das ist alles nicht neu! Mich würde interessieren, wie frühere Generationen die Welt wahrgenommen haben. Lange suchen muss man nicht. Schon ein Papyrus aus dem alten ägyptischen Reich schreit heute noch eine Klage in unsere Ohren über die unzumutbaren Verhältnisse, mit denen ein kleiner Mensch am Nil nicht mehr zurechtkam. Und so geht es weiter. Die ganze Geschichte hindurch hatten die Menschen immer mehr oder weniger das Gefühl, die Welt sei aus den Fugen geraten. Das ging soweit, dass man immer wieder den Untergang erwartete. Bisher ist er ausgeblieben. Aber wie lange kann das noch so weitergehen?

Wir sind uns heute sicher, dass das Leben immer stärker bedroht wird. Es sind Waffenarsenale vorhanden, die alles, was bisher möglich war, in den Schatten stellen. Und es ist auch die Gesinnung da, welche den Funken bilden kann, um die Katastrophe auszulösen. Die Umweltzerstörung schlägt schon auf uns zurück; das Wasser steht uns fast bis zum Hals. Die Folgen eines hemmungslosen und unverantwortlichen Wirtschaftens stehen vor unseren Augen. Weltweiter Hunger, weltweiter Krieg, weltweite Seuchen, weltweiter Terrorismus, weltweite Flüchtlingsströme, weltweite Anarchie: Alles , alles Unheil rückt näher und steht morgen schon vor uns.

Natürlich wird davor gewarnt; das wird in Talkshows breitgetreten, das wird in Filmen vorweggenommen, das ist Grund für so viele Ängste geworden. Über die Ursachen herrscht Konsens, aber über die Lösungen dieser Probleme streitet man, bis es zu spät ist. Und alle sehen sich an und ahnen die Katastrophe.

Wie geht man damit um? Wo ist Licht in dieser Dunkelheit? Die Antwort auf diese Fragen muss jeder selbst finden. Viele haben sie in der Bibel gefunden und erwarten das Ende der Zeit.

Es füllen sich die blutigen prophetischen Bilder der Offenbarung (das letzte Buch der Bibel) mit Bedeutung und Leben! Ja, die Welt ertrinkt im Blut! Man versammelt sich gegen Gott! Man rüstet zum letzten Krieg gegen Gott! Und die Menschen werden immer stärker manipuliert, betrogen und geängstigt. Ohne Orientierung irren sie umher und bekommen von Menschen „die es wissen“ und welche sie führen, billige und wirkungslose Rezepte gegen die größte Krise vorgehalten. Glaubt man daran noch? Nach meinem Eindruck scheinen es immer weniger zu werden.

Und ich? Ich hoffe, glaube und liebe. Und sonst noch etwas? Doch: Ich habe mich umgedreht, ich mache nicht mehr mit. Das fällt mir um so leichter, je älter ich werde. Was las ich in Jesaja, Kapitel 26, Vers 20?
„Geh hin mein Volk, tritt in deine inneren Gemächer und schließe die Tür hinter dir zu verbirg dich für einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe.“

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